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Schleppjagd im Nebel der Grander Tannen war zünftig
Horst Masler bereitete Freude mit dieser Veranstaltung
Die Jagdhornbläser des Hegerings Trittau gaben der Schleppjagd in der Grander Heide einen zünftigen Anstrich. Die Reitergruppe um Horst Masler will demnächst übrigens einen ungewöhnlichen organisatorischen Weg gehen: sie will sich als Reitsportsparte dem SV Grande anschießen.
GRANDE (lh). Es gab in diesem Jahr schon größere Schleppjagden im Kreise Stormarn, Jagden mit der Meute des Hamburger Schleppjagdvereins, mit mehr als tausend Zuschauern, die mit Lautsprecherwagen von einem Hindernis zum anderen dirigiert wurden. Aber wohl selten gab es eine Jagd, die Reitern und Zuschauern gleichermaßen soviel Freude bereitete, wie die Jagd in der Grander Heide.
Die drei Felder der Jagdteilnehmer waren mit insgesamt 40 Reitern gut überschaubar, das Gelände war dank der Reitwege durch die Grander Tannen ideal, und Veranstalter Horst Masler , Landwirt in der Grander Heide, hatte sich große Mühe gegeben.
Es ist kaum zu glauben, dass es die erste Jagd seines Lebens war, die er veranstaltete, so genau wurden hier die alten Bräuche, die in Jahrhunderten entstanden sind und von Fairneß gegenüber dem Mitreiter zeugen. Erfreulich auch, daß sämtliche Jagdteilnehmer in vorschriftsmäßiger Jagdbekleidung gekommen waren und daß die erfahrenen Jagdreiter, wie zum Beispiel Hans Schönberger aus Trittau, Sich sofort bereit erklärten, als "Lumpensammler" am Schluß des Feldes zu reiten, um schwächeren Reitern das Gefühl zu geben, dass sie bei der wilden Jagd nicht ganz verlassen sind.
Im Gegensatz zu den meisten Jagden, die im Kreis überwiegend im offenen Gelände stattfinden, war die Grander-Heide-Jagd eine "Waldjagd" mit vielen natürlichen Hindernissen, schwer zu reiten und große Anforderungen an die Reiter des ersten und zweiten Feldes stellend, die "Straight on" ritten und alle Hindernisse nahmen.
Glücklicherweise passierte kein einziger Unfall, und ein Pferd, das "herrenlos" im dichten Nebel verschwand, fand sich von selbst im Stall ein. Ja der Nebel, er hüllte Weg und Steg ein und ließ das Feld dicht hinter dem ortskundigen Master Horst Masler bleiben, er entzog die Reiter nach wenigen Augenblicken den Augen der Zuschauer und erweckte die Illusion, an einer englischen Fuchsjagd teilzunehmen.
In der Dämmerung fand sich alles zum Halali am lodernden Lagerfeuer ein, die Jagdhornbläser des Trittauer Hegerings bliesen das Signal "Jagd aus", Reiter und Zuschauer versammelten sich auf dem Hof von Masler um die dampfende Erbsensuppe, die Frau Hilde vorzüglich gelungen war.
Auf dem Hof des Reitsport-passionierten Landwirts gibt es keine Reiterstube, zünftig saß man auf Strohballen im Kreis und fachsimpelte begeistert über die erste Jagd des Stalls. Unter der Leitung von Horst Masler hat sich in Grander Heide eine kleine Gruppe von Reitern zusammengefunden, die außer der Freude am Freizeitreiten einen gesunden sportlichen Ehrgeiz entwickelt und auf den Turnieren der Umgebung schöne Erfolge errungen hat.
Interessanterweise will man hier organisatorisch einen eigenen Weg gehen. Kein eigener Verein soll gegründet werden, man will sich auch keinem bestehenden Reitverein anschließen. Als "Reitsparte Grander Heide" wollen die Reiter um Horst Masler am 1. Januar 1979 In den Sportverein Grande/Kuddewörde eintreten.
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